Minca

Minca, das höchste Küstengebirge der Welt. Ein kleines süßes verschlafenes Dorf mitten in den Bergen. Von Santa Marta fuhren wir mit einem Bus, bis es im wahrsten Sinne des Wortes, nicht mehr weiter ging. Angekommen in dem Städtchen Minca, schon ziemlich hoch in den Bergen, mussten wir auf ein Motortaxi umsteigen. Vollgepackt mit unseren Rucksäcken schwingten wir uns auf das Moped. Lars verhaute es fast schon in der ersten Kurve auch er sah endlich ein um lebend anzukommen muss er sich wie ein Äffchen an den kolumbianischen Motorradfahrer klammern.

Mit jeder Minute sank die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, was für eine schöne Abwechslung zu dem sonst so tropischen Karibikwetter. Wir klammerten uns fest und probierten uns auf den Dschungel zu fokussieren, aber das Motorrad wackelte von links nach rechts, der Fahrer balancierte und ich dachte mehr als einmal „ok das was jetzt, ich lande im Matsch”. Aber die Jungs sind Profis und wissen ganz genau wie sie hier hoch fahren müssen. Trotzdem entschieden wir uns bei der Rückfahrt lieber runter zu wandern.

Größte Hängematte der Welt

Ganz oben angekommen in unserem Hostel Casa Elemento erblickten wir wohl die schönste Aussicht auf Santa Marta und das Küstengebirge. Wir schwingten in der größten Hängematte der Welt mit einem Bier in der Hand und kletterten im Dschungel herum.

Wir lernten ein nettes berliner Pärchen kennen (ebenfalls auf Weltreise) und ein Pärchen aus Brüssel. Der Sonnenuntergang war einmalig! Sobald die Sonne verschwand und Santa Marta zum Leben erwachte, die Sterne am Himmel leuchteten, genossen wir den Blick aus weiter Ferne.

Am nächsten Morgen, nach einem leckerem Frühstück, machten wir uns auf dem Weg Richtung Wasserfall. Nach einer guten Stunde kamen wir endlich an. Nachdem wir uns im Wasserfall Pozo Azul abgekühlt hatten, trockneten wir uns kurz mit einem Handtuch ab, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Regentropfen plätscherten auf den Boden und der Boden wurde zu einer riesigen Schlammmasse, es blitze und kurzzeitig hagelte es sogar.

Na gut, wir hatten doch sowieso hunger. In der süßen Bar neben dem Wasserfall schnappten wir uns einen der letzten Tische, hingen unsere Sachen zum trocknen auf, bestellten einen Tee und Pommes und spielten Karten. Stunden vergingen und irgendwann kam die Sonne hinter den Wolken wieder heraus, als wäre nie etwas gewesen.

Wir wanderten nach unten, über Stock und Stein, mit 16 Kilo auf dem Rücken. Die Beine schmerzten langsam, genauso wie der Rücken. Insgesamt wanderten wir vier Stunden nach Minca. Dort angekommen verschnauften wir erst einmal in einem kleinem Kiosk, kauften ein Wasser und ein Eis. Mit zittrigen Beinen stiegen wir komplett nassgeschwitzt in den Bus nach Cartagena.