Manta Ray Night Dive auf Big Island

Tauchen mit Manta Rochen

Stockdunkel ist es als Lars und ich ins Wasser springen. Mit der Taschenlampe folgen wir dem Tauchguide auf elf Metern Tiefe. Es ist still auf dem Meeresgrund. Nur ein paar Scheinwerfer lassen die Neoprenanzüge anderer Taucher glänzen. Wir bekommen einen Stein auf den Schoss gelegt. Da sitzen wir nun nebeneinander, schauen nach rechts und links, aber ich sehe nichts außer schwarz und ein paar Luftblasen, die nach oben steigen. Es wird kalt um uns und das Warten macht es nicht einfacher oder wärmer.

Doch auf einmal sehe ich ihn, der riesige Manta Rochen schwebt durch die Lichtkegel und dann direkt auf uns zu. Plötzlich schlägt er seine flügelartigen Flossen auf, dann reißt er sein Maul weit auf, als wolle er mich verschlingen. Ich kann direkt in seinen Schlund hinein sehen. Im nächsten Moment direkt vor meinen Gesicht dreht der Mantarochen um. Elegant gleitet er zum Licht der Lichterkugel und Scheinwerfern. Er erinnerte mich ein wenig an Batman. Unglaublich, auf einmal sind es fünf von ihnen. Ein riesiger Fischschwarm taucht vor uns auf. Umzingelt von den riesigen Batmans.

Wie in einem Ballet in der Oper tanzen die Mantarochen für uns im Ozean im Scheinwerferlicht. Beeindruckend und majestätisch. Sie drehen Loopings, zeigen ihre gemusterte Unterseite und öffnen ihre riesigen Mäuler. Ein Naturwunder!

Warum sind Manta Rays in der Keauhou-Bucht?

Unser Tauchguide erzählt uns, dass die Manta Rochen durch einen Zufall in die Bucht gekommen sind. Vor einigen Jahren hat das Sheraton Hotel, das an der Bucht liegt, Scheinwerfer, für einen romantischen Blick, auf das Meer gerichtet. Das Licht zieht das Plankton, das Hauptnahrungsmittel der Tiere an.

Ohne dieses Futter würden die teils mehr als 700 Kilogramm schweren Fische nicht vor Big Islands überleben können.

Auch erzählt er uns, dass es nicht erlaubt sei, die Tiere anzufassen, das jeder der Mantas einen Namen hat und er diese auch unter Wasser erkennt. Eine ganz besondere Manta-Dame hat es uns besonders angetan. Sie ist verletzt in die Bucht gekommen und ihre Fühler waren komplett gerissen durch Anglerschnüre. Ein Taucher musste die Fühler, um sie von den Schnüren zu befreien, abschneiden. Zuvor wurde noch nie bei einem Manta Rochen die lebenswichtigen Fühler abgeschnitten. Alle haben die Hoffnung auf Genesung der wunderschönen Manta-Rochen-Dame aufgegeben, aber sie hatte Lebenswillen und erholte sich.

Tatsächlich haben wir diese Manta-Ray-Dame, die eine Spannweite von vier Metern hat, unter Wasser getroffen. Wahnsinn! Sie gibt es wirklich, man kann sie super erkennen da sie die Einzige ist, die keinen Fühler mehr hat.

Auch den crazy Aal, vor dem uns der Tauchguide gewarnt hatte, traf ich auf dem Rückweg nach oben an die Luft. Was ein Glück bin ich früher gegangen, einen verrückten Aal, der sich um den Hals der Taucher legt, brauchte ich wirklich nicht. Ich beobachte ihn noch wie er gemütlich an mir vorbei schwamm, auf dem Weg zu den anderen noch sitzenden Tauchern, ohje, die Armen.