Maui

Maui ist ein wunderschöner Mix aus Molokai und Honolulu. Hier sind die Vibes: Gelassenheit, Zufriedenheit & das Leben in vollen Zügen zu genießen. Vor den Holzhütten der Einheimischen sind Hähne in kleinen Hütten, wir gehen davon aus das diese für den Hühnerkampf sind, das ist eine alte Tradition auf den Inseln. Es stehen alte Jeeps auf den Parkplätzen der Hütten. In den Jeeps liegen die Surfbretter. Genauso habe ich mir Hawaii vorgestellt.

Kleine Obststände am Straßenrand, wo Locals ihr Obst aus den Gärten verkaufen, statt Hausnummern am Haus sind sie hier auf Surfboards. Die einspurige Straße führt durch den tief bewachsenen Dschungel, überall warten Wasserfälle auf unsere Entdeckung. In jeder Ecke befinden sich neue Abenteuer, wie die Lava Strände, Blue Holes oder der wunderschöne schwarze Sandstrand, an dem dutzende riesige Wasserschildkröten die Sonnenstrahlen genießen.

Einmal in Hawaii lässt dich der Alpha Style Vibe nicht mehr los. Die Locals strahlen ein „ALOHA” aus. Sie sind mit ihren Holzhäusern und Blechdächern zufrieden, solange es ihrer Ghana (Familie) gut geht und sie die Verbindung zur Natur und dem Meer spüren.

Tik Tak, Tik Tak – die Uhr rennt, „keine Zeit” das kennt man in Maui, Hawaii und Big Island nicht. Zeit, Geld, Karriere und Ansehen spielen hier keine Rolle.

Road to Hana

Lars und ich stehen immer gegen 6.30 – 7.30 Uhr auf, machen uns leckere Pancakes und Eier (für mich Rühreier) und Toast, denn Frühstück gibt es hier in unserem süßen Hostel umsonst.

Den Rest vom Frühstück packen wir uns ein & los geht es auf Abenteurjagt❤

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Road to Hana, für die wir uns extra schön Zeit lassen. Zuerst spazierten wir durch das süße Städtchen Paia (ein kleines Surfer-Städtchen vor der Road to Hana). Hier gibt es tolle Surfershops, Restaurants und Hippi Stores. Das ist genau das Richtige für Lars und mich.

Hier und dort springen wir in einen Wasserfall und kühlen uns ab, hören laut Musik und genießen unseren Roadtrip. Wir schnorcheln an einem Korallen Riff und sehen einen großen Schwarm von Fischen und bunte Korallen, es ist wunderschön. Es ist wie ein Ausflug in das Aquarium meiner Tante, nur in groß. Bei der Road to Hana sind wir nicht, wie auf allen Blogs erwähnt, den gleichen Weg wieder zurück am Ende der Road to Hana gefahren, sondern einfach weiter gerade aus und wer hätte gedacht das diese Strecke fast genauso schön ist.

Die Strecke geht zwar nicht durch den Dschungel, doch entlang der Küste immer mit Blick auf den tollen Sonnenuntergang, wie die Sonne im Meer versinkt. Kühe kommen uns entgegen und ganz anders als bei der Road to Hana sind Lars und ich komplett alleine auf dem Weg nach Hause.

Vulkan Haleakalā

„Haus der Sonne” so wird der Vulkan auf Maui von den Einheimischen liebevoll genannt. Der Haleakala-Krater erhebt sich über die Insel und ist von wirklich überall zu sehen. Eine wunderschöne Naturgewalt!

Der inaktive Vulkan liegt 3 055 Meter über dem Meeresspiegel und bietet eine atemberaubende Vielfalt von verschiedenen Landschaften und Himmelsbildern. Es scheint als würden wir auf die Erde vom Himmel hinuntersehen, wie zwei Engelchen. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie schön dieser Ausblick hier oben ist.

Der Legende zufolge fing Maui, der Halbgott, mit einem Lasso die Sonne vom Himmel, als er auf dem Gipfel des Vulkans stand. Dadurch verlangsamte er den Sonnenuntergang und der Tag wurde länger.

Mahalo Maui ❤

Wir planten diesen Trip auf den Haleakala Vulkan früh am Morgen zum Sonnenuntergang zu machen. Über diesen Tipp haben wir auf vielen verschiedenen Reiseblogs gelesen. Nur leider haben diese vergessen zu erwähnen, dass der National Park Service eine Reservierung für eigne Fahrzeuge und Mietwagen fordert, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu sehen. Und genau diese tollen Reservierungen sind schon Monate lang vorher ausgebucht. Na toll, und jetzt? Das ist mit der Road to Hana das größte Highlight der Insel. Unser Gespräch hörte die Hostelbesitzerin und riet uns zum Sonnenuntergang hochzufahren. Hier benötigen wir weder eine Reservierung noch müssen wir uns in Schlangen anstellen. Sie sagte: Das ist ein Insidertipp, und den verrate ich nur meinen Lieblingsgästen.

Na da haben wir ja Glück. ❤

Gegen Mittag starteten wir unseren Roadtrip, immer wieder hielten wir an, wanderten abgeschiedene Wege mit malerischen Aussichten. Rote Wüsten, Felsengärten und Pflanzen die ich zuvor noch nie gesehen hatte, genauso wie schöne kleine Wasserfälle und Bäche. Es gibt zahlreiche Highlights auf dem Weg hoch zur Aussichtsplattform.

Gegen 17.00 Uhr parkten wir als einer der ersten auf dem Parkplatz. Mit dabei hatten wir Decken, Getränke und was kleines zum Knabbern. Wir suchten uns einen schönen Platz und genossen eine Zeit lang den Ausblick, ohne ein Wort zu reden, jeder für sich.

Mit der Zeit kamen immer mehr Besucher. Bis es dann endlich los ging. Wenn die Sonne über dem Horizont steht, wechseln sich die Farben ständig, ein Lichterspiel über dem Wolkenmeer. Das war das Schönste was ich je gesehen habe.

Langsam wurde es dunkel und kühler, die meisten Beobachter verabschiedeten sich, doch wir blieben. Hier blieben wir so lange bis es komplett schwarz um uns herum wurde und ein gigantischer Sternenhimmel über uns erwachte. Keine Bilder, keine Wörter beschreiben annähernd wie erhaben dieser Anblick unter dem Sternenhimmel war.

PS: Ich habe wirklich in den abgelegenen Wüsten, Outbacks Kilometer weit ohne Zivilisation wunderschöne Sternenhimmel gesehen, aber dieser ist anders, die Sterne sind zum greifen nah. Durch die klare, trockene Luft, die Höhe über 3 000 Metern über dem Meeresspiegel. Das wissen auch die Forscher. Hier steht auch das Observatorien der US Air Force. Damit ist es möglich, von Satelliten, die in 400 km Höhe vorbei fliegen, Aufnahmen anzufertigen bis ins kleinste Detail. Wahnsinn oder?

An diesem Abend waren wir die Letzten, die vom Vulkan durchgefroren zurück fuhren. Ich werde diesen Anblick nie vergessen. Es war schöner als ich es mir erträumen hätte können.

Picknick am Strand inklusive Sonnenuntergang

Wir kauften in einem Supermarkt für unser Dinner am Strand ein. Baguette, verschiedene Dipps und Ananas befanden sich in unserem Einkaufswagen, genauso wie eine Flasche Wein und ein paar Oliven. Meist bekommen wir einen großen Schreck an der Kasse, denn Hawaii ist einfach super schön aber auch super teuer! Die Ware wird vom Festland nach Hawaii gebracht und das kostet natürlich.

Nach dem wir uns von dem Kassenbelegt wieder beruhigt hatten, fuhren wir mit unserem Mietwagen an den Strand. Dort breiteten wir unsere Picknickdecke aus und machen es uns gemütlich. Von weitem erkenne wir ein Brautpaar, das sich bei einer hawaiianischen Zeremonie das Ja-Wort gab. Ich schmolz dahin.

Lars und ich genossen unser leckeres Abendessen und sprangen noch einmal ins Meer, bis die Sonne ganz im Meer versunken war und es ganz ruhig um uns herum wurde.

Diese Tage werde ich wohl nie vergessen!