Kauai – die wohl schönste Insel der Welt

Ich sitze nach einer langen Nacht, wieder am Waikiki-Beach. Um 7.20 Uhr ging der Flug von Kuai wieder zurück hier her. Die beeindruckende Insel haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Wirklich jeder der uns begegnete schwärmte von der weltberühmten Napoli Coast. Die wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also buchten wir unseren Flug um, per Telefon.

Am Abflug wurde uns dann beim Einchecken kurz schlecht, denn für mich war kein Flug gebucht, nur der Rückflug nach Kauai. Nach langen Diskussionen und einer sehr lieben Kundenbetreuerin bekam ich das Ticket umsonst. Perfekt, jetzt haben wir sogar noch Geld gespart.

In Kauai angekommen checkten wir in einer sehr heruntergekommenen Creekbude ein. Auf den ersten Blick im Internet sah die Wohnung sehr einladend und gemütlich aus. Aber nein, nicht alles ist so wie es scheint. Es gab zwar eine Küche aber kein Besteckt, kein Teller, keine Töpfe, keine Toilette im Bad, sondern in der Garage draußen und keine Badtür, ein absoluter Alptraum!? Nein, denn wir machten das Beste draus. Was sollten wir auch anderes machen? Das war das einzigste Zimmer das wir uns leisten konnten.

An Morgen packten wir unsere Sachen und fuhren mit unserem Jeep offen mit Raggae Musik gut gelaunt los. Ziel: Der Waimea Counyon Nationalpark.

Alleine der Roadtrip zum Canyon war facettenreich. Zwischen rotem Sand, Wasserfällen und kleinen Wanderungen, wurden wir mit Programm und Abwechslung begeistert.

Für den Abend, beschlossen wir ein Candle Light Dinner zu organisieren. Auf der Menü Karte stand: Ein fünf Euro Wein, sowie eine Lasagne aus der Kühltheke, die wir in der Mikrowelle warm machten und das alles auf Papptellern und Plastik Besteck servierten. Lars zündete die Schnackenkerzen an und ich suchte auf meiner Playlist ein paar romantische Lieder aus. Wir waren einfach nur happy.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker um 7.00 Uhr. Doch bereits vorher wartete ich sehnlichst auf das Klingeln des Weckers. Verrückt oder? Aber ich hab mich so auf diesen Ausflug zu der Napoli Coast gefreut, dass ich innerhalb von fünf Minuten komplett fertig war.

Dort am Hafen angekommen, erwarteten uns ein cooles Team und ein Navy Boot. Die Truppe aus Touristen war hier hauptsächlich aus Deutschen bestehend. Alle waren cool drauf und jeder freute sich auf den Trip. Leah erklärte uns wie wir uns auf dem Navy Boot zu verhalten haben. Sie erklärte uns das dieses Boot schneller sei als jegliches Boote auf denen wir bisher je gewesen wären, das dieser Ausflug nur etwas für Adrenalin-Junkies sei und wir morgen alle mega Muskelkater haben würden. Wir lächelten alle, aber sie hatte nicht übertrieben.

Auf dem Boot saßen wir alle am Rand verteilt, Füße und Hände unter einem gespannten Seil, wie Hühner auf der Stange. Wir rasten über die Wellen, Wasser spritze uns ins Gesicht, an unglaublichen Felswänden vorbei, stoppten bei Delfinen und Schildkröten und hörten dabei Moana (Disney), Backstreet Boys und Bob Marley.

Bevor ich das Loch in der Höle entdecke, rasten wir schon auf sie hinzu. Gerade so passten wir in das Loch hinein und es wurde ganz dunkel um uns herum. Bevor ich es realisieren konnte, drehte der Fahrer die Musik laut und es erschallte eine wahnsinnig coole Geräuschkulisse, schon fuhr er mit Karacho heraus und wir hüpften weiter über die Wellen.

Und auf einmal wussten wir alle, das muss sie sein, die Napoli Coast. Wie kann etwas nur so schön sein! Dieser Anblick war der Schönste den ich je in meinem Leben gesehen habe. Jeder genoss den Anblick für sich, alle kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Dieser Ausflug war der schönste den ich je gemacht habe und es fällt mir super schwer diesen in Worte zufasse, aber ich finde jeder der die Möglichkeit hat, sollte einmal in seinem Leben die Napoli Coast gesehen haben.

Während des Ausflugs lernten wir zwei Flittis (also ein Pärchen auf Flitterwochen) aus Köln kennen. Wir verabredeten uns für ein Picknick am Strand. Dieser Strand, der uns die Crew vom Boot empfohlen wurde, es war sehr mühselig ihn zu finden, ist ein absoluter Geheimtipp und hier findet man keine Touristen. Wir breiteten unsere Decken aus, tranken Bier und aßen lecker zusammen. Vier Fremde, die sich nicht fremd fühlten, sich spontan, ohne sich wirklich zu kennen, Zeit nahmen und bis tief in die Nacht über die Welt, das Reisen und unsere Träume sprachen. Danke ihr zwei! Ich hoffe unsere Wege führen nochmal zusammen.

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