USA: Los Angeles

Los Angeles besuchte ich bereits zum zweiten Mal. Für Lars war die Stadt der Engel eine Premiere, das erste Mal auf amerikanischen Boden (abgesehen von Hawaii, aber das zählt für mich zu den Plynesischen Inseln und nicht zu Amerika). Viel hatte er bereits über das große Land, in dem Träume wahr werden und Tellerwäscher zu Millionären werden, gehört.

Nachdem wir ankamen, holten wir den kleinen süßen Honda ab, nachdem uns der Autovermieter alles Mögliche andrehen wollte, aber wir lehnten immer wieder dankend ab. Zum Glück kann Lars bei solchen Sachen hart bleiben, ich knicke meistens irgendwann ein.

Los Angeles ist gigantisch. Aber die Innenstadt selbst ist wie man auf „amerikanisch” sagen würde shiti. Arm und dreckig ist es dort, außer das glamouröse Beverly Hills. In Beverly Hills haben Lars und ich Jagd auf Promis gemacht, fuhren an den Häusern der Sternchen vorbei, wie zum Beispiel das von Justin Bieber. Als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten und am wenigsten damit rechneten, lief direkt neben uns auf einmal Rich the Kid vorbei. Weder Lars noch ich erkannten ihn und deshalb fühlte er sich neben uns sicher, bis die Menschen um uns auf einmal hektisch wurden. Erst dann begriff ich, dass Rich the Kid mit seinen zwei Bodyguards über die Straße in einen Schickimicki Laden rein und an und vorbeilief.

Nach unserem Drive-in bei McDonalds sahen wir uns das WM-Fußball-Spiel auf dem Parkplatz an. Leider verlor Deutschland, doch innerlich freuten wir uns heimlich, da wir so nichts verpassten, aber pssst – nicht verraten.

Eine absolute Scheinwelt

Los Angeles empfanden wir als eine absolute falsche Welt. Hier muss man reich und schon sein und eine Straße hinter den Villen wohnen die armen Obdachlosen und schlafen in löchrigen Camping Zelten.

Wir hakten die Sehenswürdigkeiten, wie das Hollywood Zeichen, Beverly Hills, Walmart und dem Walk of Fame, ab. Lars wollte unbedingt in einem In & Out Burger Store essen gehen. Natürlich ließ ich mir das nicht zweimal sagen, denn Burger und Pommes gehen immer. Aber das In & Out Burger Fast-Food-Restaurant so beliebt ist und ein Stau auf der Straße entsteht wegen dem pickup Service, hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können. Wahnsinn, aber es lohnt sich tatsächlich!

Wir übernachteten in einem Hostel/ Apartment hinter dem berühmten Walk of Fame. Dort mussten wir in einem ganz gruseligen Parkplatz in der Garage parken und die Vermieterin träumt von einer Schauspiel Karriere – ohje, viel Glück! Am nächsten Morgen standen Toasts, Marmelade, Erdnussbutter und Orangensaft für uns bereit. Nach einem typischen amerikanischen Breakfast checkten wir aus und fuhren zum Venice Beach.

Mini Golfen XXL

Auf unserer Buckelist der USA stand ganz fett drauf Mini Golfen. Als Kind war ich kein besonderer Fan von Minigolf, aber in den USA ist Minigolf ein richtiger kleiner Freizeitpark. Unmöglich, nicht abgelenkt zu werden zwischen Disneyschloss, schreienden Gorilla-Figuren im Dschungel oder dem Eiffelturm, ins Loch zuschießen. Wir hatten noch nie so viel Spaß beim Mini Golfen und das ganze fand erst um 11.30 Uhr abends statt. In der Nacht schliefen in einem typischen Motel 6.

Venice Beach

In vielen Filmen haben wir schon viel über den Venice Beach in Los Angeles gesehen und bei der Planung war ganz klar: dort müssen wir auf jeden Fall hin!

Ausgestiegen aus dem Auto befanden wir uns mitten im Sonny Life. Venice Beach ist laut, bunt und es gibt so viele schöne Menschen. Das hat uns fasziniert.

Viele kleine süße Shops, Cafés und peppige Start-ups reihten nebeneinander. Die Promenade ist auch sehr abwechslungsreich. Genau so verlockend, wie ein Bummeln durch die Läden, sind Alt und Jung beim Trainieren auf den typischen „Fitness Spirit” zu beobachten. Hier werden Gewichte gehoben, geskatet und geturnt.

Mit zwei E-Rollern (die damals in Deutschland noch keiner kannte) rasten wir zu zweit die Strandpromenade entlang. Wir hatten unglaublich viel Spaß dabei. In Santa Monica Pier machten wir einen Stopp und liefen den Pier bis zu dem kleinen Vergnügungspark hoch. Dort bestellten wir uns einen leckeren Snack, hörten den Straßenmusikern zu und genossen den Blick auf die Stadt.

 

Santa Monica

In Santa Monica angekommen packte ich erst einmal die Kamera aus, denn hier steht das Schild „End of Route 66″ das das Ende des weltberühmten Highways zeigt. Die Stunden vergingen ganz schnell auf dem farbenfrohen Pier, wir bummelten über die Third Street Promenade zurück.

Malibu

Ehrlich gesagt hatten wir definitiv mehr erwartet, als nur ein paar Häuser am Strand und die eine kleine Shopping Outdoor Mall. Malibu war für uns enttäuschend und es dauerte nicht lange bis wir entschieden nach einem Spaziergang wieder weiter zufahren.

Santa Barbara

Nach einer Stunde kamen wir in Santa Barbara an. In der wahrscheinlich schönsten Stadt Kaliforniens nördlich gelegen von Los Angeles. Wir verbrachten dort einen schönen Tag. Die Architektur ist spanisch-mexikanisch angehaucht, neben den super schönen Gebäuden ist die Strandpromenade der absolute Wahnsinn. Hier treffen sich Künstler, Straßenverkäufer, Gitarristen und Sänger. Ein spiritueller Ort, bei dem wir uns sehr wohl fühlten. Auch Michael Jackson lebte eine Zeit lang hier.

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