Karibik Inselparaides – Kolumbien

Insel Rosario

Mit Emma, Christine (Norwegen), Nadine (Deutschland) und Lars im Gepäck nahmen wir nach langen hin und her Diskussionen mit dem Taxiboot Fahrer das Boot zur Insel Rosario. Um so näher wir der Insel kamen um so schöner wurde das Wasser, bis zu einem strahlendem Türkis. Ein Traum! Willkommen in der Karibik.

Am ersten Tag wanderten wir drei Stunden lang einmal komplett um die Insel. Kauften uns ein paar kolumbianische Köstlichkeiten, beobachteten Locals beim Fußballspielen und Mädchen zu wie sie die Wäsche aufhängten. Wir genossen den Sonnenuntergang am Strand mit einem Cocktail in der Hand.

Flugzeug Frack von Paplo Escupa

Am nächsten Tag buchten wir den Schnorchelausflug zum Flugzeugfrack von Pablo Escobar. Ich hatte zuvor schon viele Fracks gesehen, aber noch nie zuvor ein Flugzeug. Unglaublich, der Ozean hat das Flugzeugfrack schon komplett für sich eingenommen. Viele kleine Demos versteckten sich in den bunten Korallen des Flugzeugs. Es ist wunderschön.

Die Glühwürmchen der Meere

Am Abend wartete bereits das nächste Highlight auf uns. Mit einem kleinem Boot fuhren wir über das offene Meer in die schwarze Nacht hinein. Über uns schien der Vollmond. Es ist ruhig, ich höre nur den Motor leise vor sich hin laufen und die Wellen, die gegen das Boot schwappten. Wir fuhren in einer Art Mangroven Dschungel, er schmiss den Anker und zeigte mit seiner Hand aufs Wasser. Ich glaubte, das sollte das Zeichen sein, das wir springen sollten. Mit einem Hüpfer bin ich im schwarzen Meer. Doch durch die Bewegung von mir fängt das Meer an zu leuchten. 1000 kleine Sterne im Wasser erhellen neben mir. Genauso wie in Kambodscha. Mit meiner Hand probierte ich sie zu fangen, doch das war vergebens. Es waren die Glühwürmchen der Meere.

…und weil es so schön war

Ein paar Wochen später fuhren wir noch einmal mit Emma zur Insel. Diesmal wussten wir wo es den besten Fisch gab, die schönsten Strände und wo wir uns Kajaks und Stand Up Paddels ausleihen konnten. Gesagt getan. Der Weg zurück ans Ufer wurde immer länger und wir wechselten uns ab mit Kajak und Stand Up paddeln. Was eine Tour- das machen wir nicht noch einmal 🙂

Am nächsten Tag buchten wir einen Tauchgang, der dann aber leider nicht statt fand. Und so nahm das Unglück seinen Lauf, aber das ist eine andere Geschichte.

Geheime Insel

Eine ältere Dame kommt ins Hostel und drückt mir und meiner Freundin Meccenci einen Flyer in die Hand. Ich erkannte das es um eine Eröffnung eines neuen Hostels auf einer Insel ging. Ich schaute nach oben, um die kolumbianische Dame zu fragen, wie die geheimnisvolle Insel denn hieße. Doch als ich nach oben blickte erkannte ich, dass weit und breit keiner mehr war.

Ich packte den Zettel in meine Schultasche und rannte wie immer los um pünktlich im Unterricht zuerscheinen. Abends nach dem Salsa Tanzkurz am Plaza erzählte ich die Geschichte meinen Freunden. Alle wollten wissen was es mit der geheimnissen vollen Insel auf sich hatte. Also entschieden wir dort hinfahren. Leichter gesagt als gemacht. Denn zu erst mussten wir ein Taxi Boot finden, den normale Fähren kennen diese Insel nicht.

Nach langer Suche fanden wir (Meccanice, Emma, Lars und ich) einen netten Mann. Der uns drei Stunden lang mit einem kleinen Boot auf die Insel brachte. Zuerst auf eine andere Insel von der wir dann abgeholt und auf eine andere Insel gebracht wurden. Nach kurzer Verschnaufpause holte uns hier ein anderes Taxiboot ab.

Und auf einmal standen wir da, auf der geheimnisvollen Insel. Wir checkten ein, das Wort checken hört sich so professionell an, also das war es definitiv nicht. Anschließend packten wir unsere Taschen aus und machten es uns in unserem Baumhaus gemütlich.

Die lieben Hosties, Backpacker die in dem Hostel wohnen und sich um das Hostel kümmern und dafür vergünstigt/ kostenlos dort wohnen dürfen, fragten uns ob wir eine kleine Sightseeing Tour um die Insel machen möchten. Na klar, da sind wir dabei. Am Strand stand ein altes verlassenes Riesenrad, doch das war nur der Anfang…

Ich hatte zuvor noch nie so etwas gruseliges gesehen. Auf der Insel war ein verlassener Zoo. Kaputte Gehege, abgekratzte Steine und Farbe, herumliegende Türen auf dem Boden… Unglaublich aber wahr. In den Gehägen befanden sich immer noch Tiere!

Affen, Krokodile, Papageien, Rehe, Flamingos, Schweine…. Gänsehaut überkam mich um so tiefer wir in den Wald gingen. Große Kulleraugen schauten uns an. Gefüttert werden die Tiere von der Hotelbesitzerin, ich konnte nur hoffen, das dies die Wahrheit war.

Den restlichen Tag chillten wir im Wasser, tranken Cocktails, beobachten die kleinen wilden Affen in den Palmen und aßen frisch gefangen Fisch. Yummy. Am Abend kamen alle vier Hosties zu uns und wir spielten zusammen, und tranken das ein oder andere Bier… Wir veranstalteten unsere kleine eigne Inselparty. Verrückt. Mit riesiger Musikboxen, Alkohol und verrückten Trinkspielen versteckten wir uns in einer Waldhütte, da wir es, durch den Sturm und den Regen, an der Strandbar nicht mehr länger aushielten. Wir feierten bis tief in die Nacht.

Am nächsten Morgen frühstückten wir und erholten uns von der verrückten Nacht. Ein Boot holte uns ab und machte halt bei der am dichtesten besiedelte Insel der Welt.

Kleines Geheimnis: Lars hatte hier auf der Insel großes Heimweh, dass sind die Schattenseiten vom Backpackerleben.

Santa Cruz del Islote

Diese Insel ist absolut voll, die vollste Insel der Welt. Nein es ist nicht Hong Kong oder Manhattan. Es ist Santa Cruz del Isolde. Hier leben rund 1 200 Menschen in knapp einhundert Gebäuden. Kein Platz für eine Schule, einen Fußballplatz oder geschweige denn für einen Friedhof. Es gibt zwei kleine Restaurants und eine Diskothek, die für alle Generationen offen steht. Strom kommt von den zwei Generatoren und das Trinkwasser wird zwei Mal in der Woche per Schiff geliefert.

Und warum auf dieser kleinen Mini-Insel leben? Weil sie Mücken frei ist. Unser Bootsfahrer erzählte uns, dass vor rund 150 Jahren eine schlimme Mückenplage die Einheimischen vom Festland auf die Insel führte. Und jetzt? Die Locals sind glücklich, sie sagen, sie leben im Paradies, es gibt keine Kriminalität und seine Haustür muss man nicht zuschließen.

Auf unserem Rückweg fuhren wir mit Kolumbianern auf ihren Crossmaschinen zurück, Der Sand fügte mir in die Augen, die Hitz kaum auszuhalten, doch genau in diesem Moment fühlte ich mich unglaublich lebendig…. Bis Lars während der Fahrt von einer Spinne gebissen wurde, kurze Panik brach aus bis uns eine Einheimische versicherte, dass es sich nicht um eine giftige Spinne handelte. Puh noch mal Glück gehabt.

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