Südwest Australien

Seitdem wir in den australischen Winter kamen, regnete es die ganze Zeit. Es fühlte sich an als wären wir bereits in einem anderen Land oder gar auf einem anderen Kontinent angekommen, nur ohne es mitbekommen zu haben. Von einem auf den anderen Tag war nichts mehr vertraut wie zuvor mit der roten Erde und der vertrockneten flachen Landschaft. Dagegen war plötzlich alles grün und bergig, ab und zu kamen wir sogar an Seen vorbei. Hat uns vielleicht jemand gekidnappt und im Schwarzwald rausgeschmissen? Nach etwas vergangener Zeit merkten wir also, dass so Australien im Winter aussieht. Da unser Motto der Weltreise immer der Sonne hinterher zu reisen war, entschieden wir uns südwest Australien so schnell wie möglich hinter uns zulassen. 

Gnomesville

Hier leben kleine, große, dicke und dünne Gartenzwerge. Zwerge von Neuseeland, Südafrika und aus der ganzen Welt. Alle sind sie hier hergekommen, ins Zwergen Paradies. Direkt neben einer Straßenkurve fängt Gnomesville an. Es gibt sie in Schulbussen, auf Jetskis, mit einer Schippe in der Hand, Cowboy schuhen an oder Splitterfaser nackt. Alle sind unterschiedlich nur eine rote Zwergen Mütze hat jeder von ihnen auf. Nachts hätte ich vermutlich total Angst, wenn ich hier alleine durch müsste. Denn in Gnomesville stehen nun mal mehr als 5 000 Zwerge und es kommen jeden Tag mehr dazu. So viele stehen nicht mal bei Opi im Schrebergarten. 

Pemberton

Bereits die Hinfahrt war sehr beeindruckend. Die Bäume in Pemberton und Umgebung sind riesig, so wie gefühlt alles in Australien. Lars ließ sich es natürlich nicht zweimal sagen auf den 53 Meter hohen Baum hochzuklettern. Dazu sollte man eventuell noch erwähnen, dass er das alles ohne Absicherung tat. Metallstangen ragen aus dem Baum heraus, an denen man sich hoch hangeln konnte. Kletteraffe Lars zog ein paar neugierige Blicke auf sich und ich konnte erst wieder durchatmen, als er wieder unversehrt unten ankam. 

Denmark

Albany, hier stoppten wir natürlich, um uns die großen Wellen, die gegen die Klippen donnern, anzuschauen. Angekommen am leicht überschwemmten Parkplatz, zogen wir uns erst einmal eine Regenjacke an, dabei regnete es gar nicht. Doch die Wellen, die nur knapp 40 Meter unter uns gegen die Felsen knallen, spritzten bis zu uns hoch. Von der Aussichtsplattform standen wir direkt über den Klippen und hatten einen perfekten Blick auf das ganze Geschehen. Das einzige Manko: Der starke Wind machte uns das Filmen nicht leicht.