Broome

Ein perfekter Tag am Strand

Broome stand als erster Punkt auf unserer Liste, wenn die Küste endlich erreicht ist. Wir erwarteten ein kleines aber süßes Städtchen am Meer und wollten eigentlich höchstens nur einen Tag dort bleiben. Doch die Stadt am Hafen mit ihrem Cowboy Flair und den Kamelen am Strand hat uns von den Socken gerissen.

Angekommen ging es erstmal in einen Supermarkt. Nach den ganzen Tagen im Niemansland freuten wir uns sogar über neue Wasserkanister. Wir relaxten den ganzen Tag am Strand „Cable Beach” und genossen abends bei einer Flasche Banderburg den Sonnenuntergang, bei dem wir einer Kamelherde mit Touris beobachten konnten. Kamele? Ihr habt richtig gehört! Für mich gehören die in den Orient. Aber der Tag war nicht umsonst, denn ich wurde des Besseren belehrt, denn im Outback leben heute noch Massen von Kamelen. Die Schlafplatzsuche wurde dann nicht mehr so entspannt, denn jetzt waren wir in einer belebten Stadt, wo Wildcampen überall verboten ist und von Rangern auch nicht gern gesehen wird, das kostet dann mal schlappe 500 Dollar. Aber nochmal 50 km raus zum Restplatz – no way.

Zum Glück ist Schleudi (unser Auto) kein Camper oder 4×4 Van bei dem man genau weiß das dort Leben drin herrscht. Schleudi ist unauffällig, treu und durch die abgedunkelten Scheiben wollten wir es einfach mal riskieren. Meist ist es ja so: Dort wo es am auffälligsten ist, erwartet es keiner. Also ab ins Wohngebiet. Zum Glück war es schon zwölf Uhr nachts, sodass die Meisten schon schliefen. Fazit: die Nacht war gar nicht so schlecht wie erwartet aber dafür ziemlich kurz. Um 6.00 Uhr morgens klingelte der Wecker. Schnell weg bevor die ersten aufstehen.

Ganz alleine auf den gewaltigen Steinen klettern wir, um nach Walen Ausschau zu halten – das hat schon was! Der Redell Beach (unser Geheimtipp) ist komplett ausgestorben und hat mit dem vielen roten Steinformationen am weißen Sandstrand einen ganz gewissen Reiz. Zugegeben, der Weg dorthin ist schon problematisch. Wir wurden von Schleudi von der einen auf die andere Seite geschmissen, aber wir wurden nicht enttäuscht. Der holprige Weg hat sich definitiv gelohnt, denn der ganze Strand gehörte nur uns zwei. Perfekt für ein mittags Picknick. Spaghetti mit Tomatensoße und etwas Parmesan stand auf der Speisekarte. Das Essen schmeckte gleich doppelt so gut, bei einem so gigantischen Ausblick.

Das ist wieder so ein Moment, in dem du weißt du hast alles richtig gemacht! Ins Wasser trauten wir uns nicht, denn an dem einsamen Strand ist kein Hitch von Baywatch, der dich vor den Haien rettet. Hier gibt es auch keine Helikopter wie am Cable Beach. Am Nachmittag ging es zurück zum Cable Beach: Abkühlen im kalten Meer und duschen in der Stranddusche. Nach einem kurzen Abstecher in die Stadt ging es wieder auf den Highway Richtung 80 Mile Beach.