Südafrika: Safari Horse Riding

Safari Horse Riding in Afrika ist nicht ganz ungefährlich. Was man dazu wissen muss, erfährst du in diesem Beitrag. Auch über die Begegnung mit einem Nashorn…

Und dann kam das Nashorn… 

Jaaa, so etwas gibt es wirklich: Auf dem Sattel mitten zwischen wilden Tieren darunter Elefanten, Geparden, Giraffen, Zebras und vielen anderen. Ich sage euch, das Gefühl ist definitiv ein anderes als im Auto. Viel intensiver und das Herz rast, wenn man plötzlich vor einem Nashorn steht und merkt: “Shit, du bist viel größer als ich mit Pferd.” Wusstet ihr, dass das Nashorn schneller ist als ein Pferd? Ich habe es auch nicht für möglich gehalten…

Um 11 Uhr sollten wir pünktlich im Wildschutzgebiet an einer Lodge stehen. Natürlich sind Lars und ich, die Deutschen, mal wieder überpünktlich. Also genug Zeit, sich das Gelände einmal anzuschauen und die weite, wunderschöne Landschaft sacken zu lassen. Von der Ferne konnten wir bereits Long Horns beobachten und es kribbelte in meinem Bauch, dass ich gleich auf dem Sattel eines Pferdes reite und mich von diesen Wildtieren nichts trennt. 

Jil kurz vor dem Safari Horse Riding.
Die Sattelkammer
Die Aufregung ist groß kurz vorm Safari Horse Riding.

Vor meinem Safari Horse Riding musste ich bereits abklären, dass ich lange Zeit geritten bin und mich daher nicht blöd auf einem Pferd anstelle. Endlich ging es los. “Willst du ein Pferd haben, das ein wenig langsam ist oder Louis? Louis ist ein schnelles, aufgewecktes Pferd mit einem Dickkopf.” – Ich dachte letzteres passt gut, also nahm ich ihn. Die ersten zehn Minuten testete er mich und ich bereute die Entscheidung, aber als ich ihn dann im Zaum hielt, wir uns einig waren, dass ich den Ton angab und nicht er, wurden wir schnell Freunde. 

Los ging es erst einmal in Schritttempo. 
Anschließend Hügel hoch, Berge runter, durch einen Fluss. Die zwei Ranger und ich hatten viel Zeit zu erzählen über die Tiere, ihren Job und das Leben, welches die beiden lieben Ranger führten. Und na klar, wir redeten auch über unsere Weltreise. Wir ritten zwischen Zebras, Büffeln, Long Horns und anderen Tieren. Über die Wiesen galoppierten wir. Traumhaft!

Jil auf ihrem Pferd "Louis" beim Safari Horse Riding.

Achtung Nashorn! Beim Safari Horse Riding?

Stopp, mach langsam …. da liegen Nashörner!
Ich dachte: “Super, im sicheren Abstand und trotzdem kann ich die Tiere beobachten.” Aber die beiden flüsterten mir zu: “Reite langsam auf sie zu, aber wenn sie aufstehen und mit den Ohren wackeln, dann galoppier los und schau nicht nach hinten.” Ich dachte, es wäre ein Scherz, aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt.
Ich zog das Handy langsam aus meiner Jacke und schoss ein paar Bilder von den Tieren. Sie schauten mich an, ich bekam Gänsehaut. Gut, jetzt haben sie uns realisiert, aber was soll’s? Auf einmal ging alles ganz schnell. Zwei der drei Nashörner rappelten sich nach oben. Ich schoss natürlich weiter Fotos. So schnell, wie die beiden Nashörner mit den Ohren wackelten, realisierte ich erst langsam, dass es kein Scherz war, was sie zuvor erzählten.

Ich hatte keine Zeit, das Handy wegzustecken. Die erste Rangerin drehte sich um und ritt schnell in die entgegengesetzte Richtung; die andere rief mir entgegen: “Los, schnell!” Und schon ging es im Galopp zur Lodge zurück. Adrenalin pur!
Eine wunderschöne Erfahrung auf dem Sattel im Wildschutzgebiet. Nie war ich den Tieren so nah und fühlte die Gefahr der Wildnis hautnah.

Du liebst solche atemberaubende Abenteuer? Dass lies auch mehr über unser Taucherlebnis mit Haien oder unsere Erfahrungen beim Straußen-Reiten.

Anschließend ging es für uns weiter ins Gefängnis auf Robben Island, in dem Nelson Mandela inhaftiert war.

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