Vietnam Halong Bucht: Tipps für die besten Bootstouren

Touristenabzocke oder ein Muss?

Die Halong Bucht ist ca. 1500 km² groß und unter den Travellern weltbekannt. Warum? Na, weil mitten auf dem Wasser 1969 Kalksteinfelsen mehrere Hundert Meter hoch aus dem Wasser ragen (meist unbewohnt und klein). Langsam fährt man mit einem kleinen Schiff durch die Bucht und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Heute gehört sie zum Weltkulturerbe!

Hier gibt es viele Touristen

Halong Bay bedeutet übersetzt “herabsteigender” oder “niedergehender Drache”. Die Geschichte besagt, dass die Götter Drachen schickten, um Vietnam vor Feinden zu verteidigen. Sie schlugen tiefe Schluchten ins Wasser. Das verwirrte die Feinde und sie fanden den Weg zum Dorf nicht. So entstanden also die heutigen Felsen? 

Naja, tatsächlich war es kein heldenhafter, sozialer Drache, der sich um das Wohl der Dörfer sorgte. Vielmehr sind die Felsen Überreste 300 Millionen alter Muschelbänke, und im Laufe der Zeit haben unterschiedliche Wasserstände und Eiszeiten die Bucht zu dem gemacht, was sie heute ausstrahlt. Aber jetzt genug Informationen und zurück zu unseren 3 tollen Tagen auf der Halong Bucht.

Nach einer 6-stündigen Fahrt mit dem Nachtbus aus Sapa und 3 Stunden Schlaf auf einer Parkbank in Hanoi waren wir dann endlich auf dem Weg zur Halong Bucht. Übermüdet und ausgehungert bezogen wir eine kleine Kabine auf einem Schiff, mit dem wir zwei Tage durch die Bucht schipperten. Nach einem Mittagessen auf dem Boot ging es per Kanu weiter auf Entdeckungstour. Obwohl kein Badewetter war, ist ein Sprung vom Boot natürlich ein Muss. Nach dem Abendessen probierten wir zwei uns am Angeln. Nach nicht einmal zwei Minuten hatte ich schon den ersten Tintenfisch am Haken. Mehr Glück als Verstand. Nach ca. 20 Minuten konnte auch Lars seine Mission “No Fish – No Breakfast” erfolgreich beenden. Ich startete den Tag um 05:30Uhr (mitten in der Nacht) mit einer Stunde Tai Chi auf dem Schiffsdeck mit 3 anderen. Ich schwärmte – für mich das Highlight der 3 Tage. Schade, dass Lars so ein Morgenmuffel ist. 

Jil macht Yoga.
Lars genießt das Wetter
Eine kleine Hütte in der Halong Bucht.

Und weiter geht’s …

Nach dem Frühstück fuhren wir in die größte Höhle der Halong Bucht. Super schön beleuchtet, aber für unseren Geschmack viel zu touristisch. Weiter ging es schnurstracks zur kleinen Inseln Cat Ba. Das Wetter war mal wieder nicht berauschend, deshalb entschieden wir uns gegen Schnorcheln und Planschen für eine Biketour mit einem Guide über die Insel. Am Abend gab es ein großes Lagerfeuer für alle Frostbeulen. Ein Pärchen aus Südafrika, mit denen wir uns super verstanden haben, lud uns wieder nach Südafrika ein. Da sagen wir doch nicht nein!

Fazit: Wenn eine Reise nach Vietnam ansteht, dann nicht lange zögern und die 2-Tageskreuzfahrt zur Halong Bucht buchen. Sie ist absolut sehenswert und da drückt man gern ein Auge zu, wenn auch andere Touristen das sehen möchten. Die Halong Bucht gehört einfach zur jeder Vietnamreise dazu, so wie ich zu Lars (Grins). Also, Kamera aufladen und zum Abknipsen bereit halten. Viel Spaß! 

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