Thailand: Elefantenreiten? NEIN, danke!

Nach spannenden Erlebnissen in Bangkok und unserer schlaflosen Nacht im Nachtzug sind wir auf dem Weg zu einer Elefantenfarm. Elefantenreiten ist Tierquälerei. Warum sollte man das nicht machen? Was sind Alternativen? Wir verraten dir unsere besonderen Erlebnisse mit den Dickhäutern in Thailand…

“Ich will lieber eine Schlammschlacht”

Thailand, wird auch das “Land der Elefanten” genannt und der geographische Umriss soll wie ein Elefantenkopf aussehen. Naja, da braucht man viel Phantasie. Das Land hat eine lange kulturelle Tradition in der Verehrung der wunderschönen, großartigen und vor allem sozialen Tiere. Elefanten (Thai: chang) gelten auch als Glückssymbole. 

In Asien gibt es noch ca. 5500 Elefanten. Darunter leben aber ca. 2000 in Gefangenschaft.

Umgang mit den Elefanten

Früher wurden Elefanten zur Rodung des Waldes und zum Abtransport der Hölzer eingesetzt. Seit 1989 ist es verboten, Elefanten als Arbeitskraft zu benutzen. Teilweise werden sie aber immer noch illegal im Wald  eingesetzt. Da die Elefantenbesitzer natürlich immer noch Geld mit ihren Tieren verdienen möchten, bringen die Besitzer ihre Tiere in größere Städte wie Bangkok. Dort führen sie in der Innenstadt Kunststücke vor oder verkaufen teures Obst, mit denen die Elefanten gefüttert werden.

Natürlich ist in einer Großstadt wie Bangkok keine artgerechte Haltung möglich und die Elefanten stehen dann nachts angekettet in einer Garage. Die Regierung verbietet das zwar, aber so einfach können sie das Problem anscheinend nicht lösen. Somit gibt es immer noch ein paar Bettel-Elefanten, die in großen Städten anzutreffen sind.  

Da es für die Besitzer der Riesen in der Innenstadt immer schwieriger wird, Geld zu verdienen, bieten sie jetzt Elefanten Reiten an und schaffen sich somit eine neue Einnahmequelle. In Südafrika ist dies schon längst verboten.

Auswirkungen auf die Dickhäuter

Darüber, wie man einen starken Elefanten zu einem ängstlichen, zahmen Pony macht, machen sich die meisten Touristen leider keine Gedanken. Sie werden im Kindesalter gebrochen (misshandelt) und es dauert Jahre, bis sie sich komplett aufgegeben haben und nur noch auf Befehle gehorchen. Dabei wird auch oft der Stock des Führers beim Reiten benutzt, der Risse in den Ohren der Elefanten verursacht. Auch der Rücken wird stark geschädigt durch das tägliche Reiten der Touristen.

Die Elefanten sind meist stark traumatisiert, unterernährt und unglücklich. Leider informieren sich die wenigsten darüber und buchen diesen Ausflug, ohne darüber richtig nachzudenken oder sich zu informieren. Deshalb sagen wir nein danke zum Elefantenreiten in Thailand!

Klar wollte ich auch asiatische Elefanten treffen. Wer will das nicht? Aber nicht auf diesem Weg! Deshalb recherchierte ich lange im Internet und fand zwei verschiedene Organisationen, die Elefanten aus der Gefangenschaft retten und gut behandeln. 

Wir haben Elefanten gefüttert, hatten eine Schlammschlacht mit den lieben Elefanten und sind anschließend im Fluss baden gegangen. Es war einmalig und bis jetzt einer der besten Tage hier in Thailand.
PS.: Wenn ein Thailand-Urlaub ansteht, bitte nicht reiten und auf gar keinen Fall Tigercamps besuchen. Ihr werdet es bereuen, wenn ihr den Zustand der Tiere an den Ketten unter der prallen Sonne seht! Und das ist auch kein Selfie mit einem Tiger wert! Es gibt auch andere Möglichkeiten den Tieren nahezukommen, die viel schöner und intensiver sind!

Anstatt dem Elefantenreiten in Thailand spielen wir viel lieber mit den Dickhäutern, das macht nämlich allen Spaß.
Jil mit einer Elefantendame.
Auf Tuchfühlung mit den Dickhäutern.

Nur du & ich anstatt Elefantenreiten in Thailand

Jil und das Elefantenjunge sind ganz vertraut.
Nach dem Schlammbad muss man sich natürlich auch wieder richtig waschen.

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