Abschied Auslandsjahr – gemischte Gefühle

Abschied vor dem Auslandsaufenthalt

Wie fühlt es sich an, wenn der Traum praktisch vor der Tür steht? 

In wenigen Tagen geht es los – ab ins Auslandsjahr. Und auf die Frage, “Wie fühlt man sich vor der Abreise?”, muss ich erstmal kurz innehalten … denn jeder Abschied ins Auslandsjahr ist schwer.

Also, bevor ich die Frage beantworte, muss ich etwas loswerden: Jaaaaa, ich weiß, wir sind nicht aus der Welt, und jaaaa, wir wissen, die Zeit wird schneller rumgehen, als wir gucken können, und auch das wissen wir: Es gibt Skype, Whatsapp und auch das Telefon, wo wir nur eine Taste drücken müssen und in Kontakt mit unseren Liebsten stehen!

Aber der Abschied ins Auslandsjahr tut weh!

Abschied ist nun mal Abschied und der tut weh. Keiner kann mir erzählen, dass er seiner Familie ein High Five gibt, seelenfroh in den Flieger springt und dabei glücklich vor sich hin trällert.

Heute, vier Tage vor unserer Abreise, stehe ich in unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Die Wohnung ist leer. Mein Blick geht langsam einmal um mich herum. Ich lächle und denke an die schönen Momente, die wir hier verbracht haben… Ich sage mir ein klein wenig tröstend: “Nun kommt ein neuer Lebensabschnitt, ein großes Abenteuer kommt auf uns zu und das ist besser als sämtliche Wohnungen, Autos, Hobbys oder ein guter Job!”

Abschied ins Auslandsjahr – gemischte Gefühle sind ganz normal vor der Abreise

Ein mulmiges Gefühl geht mir durch den Magen. Ob ich traurig bin? Nein, eigentlich nicht. Ob ich Angst habe? Nein, überhaupt nicht. Ob ich es kaum erwarten kann, endlich zum Flughafen zu fahren? Auch das muss ich mit einem “Nein” beantworten.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Weltreise bei uns noch nicht richtig angekommen ist. Selbst nach dem Auszug aus unserer Wohnung. Wir verdrängen den Abschied und die Abfahrt. Viel Zeit darüber nachzudenken, bleibt uns auch ehrlich gesagt nicht. Denn wir sind komplett mit unseren Gedanken bei den Vorbereitungen und allen To Do Listen, die sie so mit sich tragen.

So lange haben wir darauf gewartet. Immer wieder haben wir davon im Schlaf geträumt und wenn ich ein Flugzeug am Himmel sah, konnte ich es kaum erwarten, in diesem Flieger zu sitzen, und das Fernweh packte mich. (Zur Info: Der Flughafen liegt 15 min. entfernt, also ihr könnt euch vorstellen, wie oft mich das Gefühl packte.)

Viele Monate, Tage und Stunden haben wir dafür gearbeitet und alles gegeben, um uns diesen Lebenstraum zu erfüllen und nun ist der Abflug nach jahrelangem Warten schneller da, als wir gedacht haben. Die Zeit rennt im wahrsten Sinne des Wortes. Es konnte nicht schneller gehen und nun ist es soweit!

Mein Gefühl vor der Abreise? Anders als erwartet

Abschiedsfeier Jil und Lars

Anders? Ja und ich denke, dass es sich genau so der Abschied ins Auslandsjahr anfühlen muss! 

Mein Gefühl sagt mir, dass ich unheimliches Glück hatte, von so einer besonderen und liebevollen Familie großgezogen worden zu sein, die uns jederzeit mit Rat & Tat zur Seite stand und uns ermutigt hat, unseren Traum zu verwirklichen, auch wenn es mal schwieriger wurde. Und das wir tolle Freunde haben, die uns auch nach einer langen Reise wieder mit offenen Armen begrüßen werden und das wir hier in Deutschland von ganz besonderen Menschen geliebt & vermisst werden. Da nimmt man doch gern ein paar Tränen (okay, bei mir wahrscheinlich einen ganzen Wasserfall) bei dem Abschied ins Auslandsjahr in Kauf.

Vorfreude auf das Auslandsjahr, trotz Abschied

Die Vorfreude, die du als Kind empfindest, wenn Weihnachten oder dein Geburtstag vor der Tür stehen, oder diese gebannt auf einen lang ersehnten Urlaub hinzufiebern, ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Aber bei einer Weltreise oder eines Auslandsjahrs bin ich der festen Überzeugung, das die Vorfreude nicht die schönste Freude ist, sondern die Freude, die du während der Reise erlebst. Die Momente, Erlebnisse, Landschaften, die verschiedenen Kulturen und Menschen… das ist mit Abstand die beste Freude!  ♥

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